Zur Person

Karin Hehenberger

  • Studium Bildnerische Erziehung an der Pädagogischen Hochschule Linz
  • Universitätslehrgang „Aktzeichnen“ bei Dietmar Brehm, Kunstuniversität Linz
  • Lehrgang „Kreativitätspädagogik“
  • Referentin im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels
  • Obfrau der Eferdinger Künstlergilde
  • Lebt und arbeitet in Eferding, OÖ

Farbflächen, die unterschiedlich strukturiert sind, bilden die Basis. Farbe und Form geben einander die Hand – eine stimmige Komposition ist das Ziel. Farbflächen sind aber auch Basis für die Linie, für die Zeichnung. Spielerisch, spontan und ausdrucksstark erscheinen die Linien auf dem Bild, bringen Spannung und Lebendigkeit in die Bilder. Die Figur im Raum gehört zu den bevorzugten Motiven.

Details werden mehr oder weniger sichtbar. Der menschliche Körper und die Natur sind eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Bei der Arbeit mit Erwachsenen und bei den Kindermalworkshops steht für die Malerin die Ermutigung zur Kreativität im Vordergrund. „Das Eigene“ steht im Mittelpunkt.

Es beginnt mit der Sehnsucht

[…] Prägend für Karin Hehenbergers Werk ist die Verschränkung von Kunst und deren Vermittlung. Sie studierte Bildnerische Erziehung an der Pädagogischen Hochschule Linz, war viele Jahre lang Aktzeichnen bei Dietmar Brehm an der Kunstuniversität Linz, wo sie sich dem menschlichen Körper intensiv widmete und absolvierte einen Lehrgang in Kreativitätspädagogik.

Das Credo sowohl der Künstlerin als auch der Kunstpädagogin Karin Hehenberger lautet: malend sich selbst ein Stück näherkommen. Die Künstlerin gibt auf ihre einfühlsame Art und Weise das weiter, was sie selber mit sich und ihrer Kunst erfahren hat. Dadurch sind ihre Kurse und Angebote so fundiert und authentisch. 

Eigentlich kommt Karin Hehenberger von der Zeichnung, hat immer viel gezeichnet, fertigt auch Porträts. Die Gestaltung ihrer Werke beginnt mit der Zusammenstellung eines Farbklanges. In ihren Kompositionen spielt sie mit dem Kontrast zwischen Linie und Fläche, Komplementärkontrasten in der Farbigkeit, unterschiedlichen Strukturen, dem Changieren zwischen deckendem und lasierendem Farbauftrag, sowie homogenen und gestisch belebten Farbflächen.

Karin Hehenberger gestaltet sowohl gegenständliche als auch ungegenständliche Bilder. Wenn sie eine Figur in ein Bild setzt, dann geschieht das, weil sie die Figur dort bereits sieht, weil sie in den Augen der Künstlerin dem Untergrund bereits eingeschrieben ist.

So gelingt es Karin Hehenberger, aus dem zu schöpfen, was bereits da ist. Sie schafft Werke im Spiegel ihrer Persönlichkeit. Ihre Kunst besteht mehr aus dem Zulassen, als aus aktivem Suchen. Durch Spontaneität und Großzügigkeit entstehen Freiheit und Leichtigkeit. Ihre Bildthemen ergeben sich durch äußere Anregungen und innere Empfindungen. Das ergebnisoffene Arbeiten verleiht ihnen größtmögliche Freiheit. So werden die Sinne auf den Augenblick gerichtet […]

Text aus der Eröffnungsrede von Mag.a Angelika Doppelbauer, Kunsthistorikerin